Die Bambusschule e.V.
Kopfbild - lernender Junge und lächelndes Mädchen
Bildung ist nicht alles - aber ohne Bildung ist alles nichts!

Die erste Schule des Vereins...

68. die neue schule und ihre ersten kinder

...steht im Dorf Ban Houay Lor, Distrikt Nong Khiaw, Provinz Luang Prabang.

Die knapp 300 Einwohner gehören zur Volksgruppe der Hmong und leben vom Trockenreisanbau, der Viehzucht und dem Sammeln von Waldfrüchten. Die Jagd ist eine willkommene Ergänzung, aber verboten. Wie der Anbau von Opium...

Wie erreicht man das Dorf? Ganz einfach:

- 11 Stunden Flug nach Bangkok,

- 2 Stunden Flug nach Luang Prabang,

- 2 Tage mit dem Boot den Nam Ou flussaufwärts,

- 4 Stunden Fußmarsch bergauf - schon ist man da - und in einer anderen Welt!

Die Schule wurde auf einem Fundament aus Beton errichtet (gegen Termiten und aufsteigende Feuchtigkeit); dazu haben die Dorfbewohner 1,5 Tonnen Zement vom Fluss hochgetragen!

Die tragende Konstruktion und die Verbretterung besteht aus ortsüblichem Hartholz, in die Fensteröffnungen wurden Bambusstäbe eingesetzt, um Hühner und Enten vom Unterricht auszuschließen.

Das Dach ist gedeckt mit Trapezblech (aus China), damit wird eine vollständige Wasserdichtigkeit erreicht. So weicht denn auch der gestampfte Lehmboden selbst in der Regenzeit nicht auf. Diese Schule hat - einschließlich der Bänke - 4000 Euro gekostet, die Lebenserwartung liegt bei 20 Jahren.

Hier erhalten bis zu 70 Kinder in drei Klassen von einem Lehrer ihren vollständigen Grundschulunterricht. Für den Besuch einer weiterführenden Schule müssen sie in der zwei Tagesreisen entfernten Kreisstadt in ein Internat...


Die zweite Schule des Vereins...

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...befindet sich im Dorf Ban Hatsa. Die Bewohner gehören zur Volksgruppe Lao Loum und sind Buddhisten; der schön restaurierte Tempel liegt in unmittelbärer Nähe zur Schule. Ban Hatsa hat für die Umgebung als zentraler Marktort eine große Bedeutung; fast jede Familie betreibt einen Laden und Handel mit den Bewohnern der umliegenden Bergdörfer.

Die unmittelbare Lage am Fluss Nam Ou erleichterte den Transport des Baumaterials westentlich; deshalb wurde hier verstärkt mit Beton gearbeitet. Die Schule hat drei Klassen und bietet 80 Kindern Platz.


Das erste Boardinghouse des Vereins...

Boardinghouse Flussseite

... befindet sich ebenfalls im Dorf Ban Hatsa...

Boardinghouse Gesamtansicht

... oberhalb des Flusses Nam Ou und außerhalb seiner Hochwassergrenze. Ein Boardinghouse ist ein Wohnheim, in dem während der Schulzeit diejenigen  Kinder wohnen, deren Heimatdörfer weit abgelegen sind und keine eigenen Schulen haben. Im Boardinghouse in Hatsa wohnen jetzt 87 Mädchen und Jungen auf Kosten des Vereins und besuchen von dort unsere Grundschule. Für ihre Verpflegung haben sie von zuhause einen Reisvorrat mitbekommen und in kleinen Kochhütten aus Bambus kochen sich schon Erstklässler selbstständig ihre Mahlzeiten auf eigenen Feuerstellen! Ein von uns angestellter Hausmeister sorgt für Ordnung.

Toiletten und Kochhäuschen Hatsa

Toilettenanlage (Rohbau) und Kochhäuschen der Kinder

Kochhütten Hatsa

Kochhütten der Kinder des Boardinghouses - von den Kindern selbst gebaut!

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Zwei achtjährige Mädchen bereiten sich in ihrer Kochhütte eine Reismahlzeit - die Kinder des Boardinghouses versorgen sich während der Schulzeit selbst, den Reis bringen sie vom Heimatdorf mit, das Gemüse bauen sie inzwischen auch selber an!Gemüsegarten Hatsa

Blick vom Schulhof in Hatsa über den neuen Gemüsegarten. Links das Boardinghouse, im Hintergrund der Nam Ou bei Niedrigwasser.

Ein Gewinn für beide Seiten: Lily lernt Laotisch, die Kinder Englisch!


Die dritte Schule des Vereins...

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... steht im Dorf Ban Phonsanah.

Hier besteht die Dorfgemeinschaft sowohl aus Buddhisten der Lao Loum wie auch der Khmu, die Animisten sind. Beim Bau der Schule hat sich der deutsche Tischlergeselle Simon Fintelmann aus Kalkriese als Universaltalent in sämtlichen Gewerken hervorgetan.

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Auch diese Schule liegt in Flussnähe und konnte deshalb im unteren Teil aus Formsteinen gebaut werden.

Schild an Tür

Fred Blank (Deutsche Botschaft) und Vizegouverneur Bounpheng

Diese Schule wurde mit großzügiger Unterstützung der deutschen Botschaft in Vientiane und einer Einzelspende aus Deutschland ermöglicht. Im Oktober 2009 wurde sie in einem kleinen Festakt feierlich eingeweiht und bietet Platz für 80 Kinder.


Die vierte Schule des Vereins ...

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...steht im Dorf Ban Sopking und ist eine weiterführende Schule.

Im Frühjahr 2010 wurde  der erste Spatenstich für eine weiterführende Schule getan. Damit kommt unser Verein seinem Ziel einen großen Schritt näher, im Distrikt Nong Khiaw ein System von aufeinander bezogenen Bildungseinrichtungen zu schaffen.
Die folgenden Architektenzeichnungen lassen erkennen, wie das Ganze geplant wurde:
Seitenansicht Schule Ban Sopking

Grundriss Schule Ban Sopking


Querschnitt Schule Ban Sopking0001

Und hier Fotos von der Baustelle in Ban Sopking:

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Die Arbeiten begannen mit dem Roden des Baugrundstücks durch die Dorfbewohner.

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Mitarbeiter der Baufirma vermessen die planierte Fläche.

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Das Schnurgerüst wird errichtet und so die Lage der Fundamente festgelegt.

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Der Betonkies wird in Säcken aus dem nahen Fluss hochgetragen - eine tagelange Schwerarbeit.

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Die Nähe der Baustelle zum Fluss ermöglicht den Transport und Einsatz eines benzinbetriebenen Betonmischers.

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Die Streifenfundamente sind eingeschalt und das Bewehrungseisen in Position gebracht.
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Das Ausrichten und Installieren der Bewehrung ist eine zeitaufwändige Handarbeit.
Wegen der grundlegenden Bedeutung für alle nachfolgenden Arbeitsschritte beim Bau der großen Schule werden die Betonarbeiten von einer professionellen Baufirma ausgeführt.

Zimmerer beim Mauern

Schon immer stellten die Zimmerer die Königsklasse unter den Handwerkern am Bau - hier beweisen Tilman und Sören ihre Multitalente beim Mauern der Schulwände!

Ban Sopking-Februar 2011

Türen und Fenster sind die ersten Holzarbeiten, danach geht es an den Dachstuhl...

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...der unter fachmännischer Aufsicht der beiden Reisenden Zimmerer Sören und Tilman in Rekordzeit entstand!

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Mit einem Handschlag übergibt der Vertreter der Deutschen Botschaft, Jens Thomsen, bei der Einweihungsfeier die Schule an Gouverneur Bounsom.

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